
Donauinselfest: Grünwidl und Ludwig besuchen Festivalseelsorge
Wiens Erzbischof Josef Grünwidl und Bürgermeister Michael Ludwig besuchen am Samstagnachmittag gemeinsam die Festivalseelsorge auf dem Donauinselfest. Wie die Erzdiözese Wien informierte, ist eine Begegnung mit dem 35-köpfigen Seelsorgeteam im Zelt der Festivalseelsorge in der Nähe der Electronic-Music-Bühne geplant. Die Festivalseelsorge ist seit 2023 Teil des Awareness-Konzepts des Donauinselfestes und arbeitet mit Einsatzorganisationen und Behörden zusammen. Die eigens geschulten Seelsorgerinnen und Seelsorger - darunter auch Ordensleute - den Besucherinnen und Besuchern als Ansprechpersonen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Das Angebot richtet sich unabhängig von Religion oder Weltanschauung an alle Donauinselfest-Gäste.
Neben einem festen Anlaufpunkt auf dem Gelände sind die Seelsorgerinnen und Seelsorger auch mobil auf der Donauinsel unterwegs und an grünen Warnwesten mit der Aufschrift "Festivalseelsorge" erkennbar.
Zum Team gehören neben Seelsorgerinnen und Seelsorgern auch Fachkräfte aus Jugend- und Sozialarbeit sowie der Psychologie. Unterstützt wird die Initiative heuer unter anderem von der Dominikanerin Sr. Teresa Hieslmayr, dem Benediktiner Frater Benedikt Moser sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesprächsinsel der Österreichischen Ordenskonferenz. Bei Bedarf vermitteln die Teams Betroffene an Beratungsstellen oder Einsatzorganisationen weiter.
"Auf dem Donauinselfest feiern wir das Leben. Doch nicht immer läuft es rund: Stress, Konflikte und Probleme können sehr belastend sein", erklärte Koordinatorin Edina Kiss. Die Festivalseelsorge sei für alle da, "die ein offenes Ohr brauchen, ihre Freude mit uns teilen oder ihr Herz bei uns ausschütten möchten".
Wie stark das Angebot angenommen wird, zeigte sich bereits im Vorjahr: Nach Angaben der Erzdiözese Wien wurden rund 1.600 Gespräche geführt, das sind doppelt so viele wie im Jahr davor und so viele wie noch nie seit Bestehen der Initiative. Am häufigsten sprachen Besucherinnen und Besucher über Lebenskrisen, Einsamkeit, Beziehungsprobleme, Mobbingerfahrungen, psychische Erkrankungen und Sinnfragen. Rund 60 Prozent der Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner waren jünger als 35 Jahre.
Die Festivalseelsorge ist heuer zum vierten Mal auf dem Donauinselfest vertreten. Veranstalter Jörg Neumayer sieht in dem Angebot eine wichtige Ergänzung des Sicherheitskonzepts: "Mitten im Trubel des Donauinselfests schafft das Team einen Raum, in dem zugehört wird, ohne zu werten." Ein offenes Ohr ergänze das Sicherheits- und Hilfsangebot "um eine Dimension, die kein anderer Einsatzbereich abdecken kann".
Quelle: kathpress