
Missio Österreich: 739 Hilfsprojekte im Jahr 2025
Die Päpstlichen Missionswerke in Österreich (Missio) konnten 2025 mit einer Summe von 11,7 Millionen Euro insgesamt 739 Hilfsprojekte weltweit unterstützen. Das geht aus dem aktuell erschienenen Jahresbericht 2025 hervor, wie Missio am Dienstag mitteilte. Mit der Summe habe man fast 100 Projekte mehr als 2024 durchführen können, hieß es. 36 Prozent der Unterstützung kamen Bildungsprojekten zugute, gefolgt von der Unterstützung sozialer Einrichtungen und Diensten und medizinischer Versorgung. Die meiste Förderung ging in afrikanische Länder, wo insgesamt 435 Projekte unterstützt wurden, gefolgt von 171 Projekten in Asien, 69 Projekten in Amerika, 51 Projekten in Europa und 13 Projekten in Ozeanien.
In ihrem aktuellen Jahresbericht verzeichnen die Päpstlichen Missionswerke in Österreich eine Spendensumme 2025 von 21,2 Millionen Euro. Neben den Hilfsprojekten werden damit auch zahlreiche weiter Aktivitäten von Missio finanziert, wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist.
Im Jahresbericht werden auch Beispiele für Hilfsprojekte angeführt. Während der Dürre in Mosambik reagierte Missio Österreich nach den Hilfsansuchen der kirchlichen Projektpartner rasch und konnte die Nothilfe erfolgreich hochfahren. Die Missio-Projektpartner von der lokalen Organisation ESMLABAMA verteilten Saatgut- und Nahrungsmittelpakete an knapp 7.000 Begünstigte. Mehr als die Hälfte von ihnen waren Frauen.
Nahrung und Bildung
Zum vergangenen Weltmissions-Sonntag im Oktober wählte Missio Österreich den Südsudan als Schwerpuntkland. In der Hauptstadt Juba bekommen über 900 akut unterernährte Babys und Kleinkinder dank der Unterstützung von Missio Österreich dreimal in der Woche eine kostenlose nahrhafte Mahlzeit.
Im Hochland von Madagaskar weit weg von jeglicher Zivilisation bauen tausende Menschen - Kinder, Frauen und Männer - unter sklavenähnlichen Bedingungen das weltweit gefragte Mineral Mica ab. Ein Priester setzt sich für die Mica-Schürfer ein und dank der Unterstützung von Missio konnten mittlerweile eine kleine Schule gebaut, zwei Lehrpersonen angestellt und die Familien in Landwirtschaft geschult werden.
"Missio": Globale Hilfs-Initiative
Die in mehr als 140 Ländern bestehenden Päpstlichen Missionswerke sind ein Zusammenschluss von vier großen Missionsinitiativen: dem "Päpstlichen Werk der Glaubensverbreitung" (gegründet 1822 in Lyon von Pauline Jaricot), dem Päpstlichen Missionswerk des Apostels Petrus (gegründet 1889 in Caen von Jeanne Bigard), der Päpstlichen Missionsvereinigung (gegründet 1916 von P. Paolo Manna) sowie dem Päpstlichen Kindermissionswerk (gegründet 1843 in Paris von Bischof Charles de Forbin-Janson).
Die Päpstlichen Missionswerke bestehen in Österreich seit 1922. Die Nationaldirektion hat ihren Sitz in Wien und eine Vertretung in jeder der neun Diözesen, wo der jeweilige Diözesandirektor vom dortigen Bischof ernannt wird. Mit 1. September kommt es zu einem Leitungswechsel bei Missio Österreich. Johannes Laichner folgt als Nationaldirektor auf Pater Karl Wallner.
(Infos: www.missio.at)
Quelle: kathpress