
Sternsinger-Appell: Budget-Kürzungen nicht auf Kosten der Ärmsten
Mit Besuchen bei verschiedenen Bundesministerinnen und -ministern sowie Klubobleuten setzten am Mittwoch die Sternsinger besondere politische Akzente. Auf dem Programm standen u.a. Besuche bei den Ministerinnen und Ministern Claudia Plakolm, Christoph Wiederkehr, Philip Kucher, Beate Meinl-Reisinger und Markus Marterbauer. Die Dreikönigsaktion (DKA) nutzte diese Besuche der Heiligen Drei Könige speziell bei Finanzminister Marterbauer und Außenministerin Meinl-Reisinger für einen Appell, die angekündigten Budget-Kürzungen nicht auf Kosten der Ärmsten durchzuführen.
Entsprechend rief die Vorsitzende der Katholischen Jungschar, Veronika Schippani-Stockinger, die Bundesregierung dazu auf, "globale Verantwortung" zu übernehmen: "Der Staat Österreich soll verstärkt zur Bekämpfung von Armut und Hunger, zur Stärkung der Kinderrechte und zur Finanzierung der leider notwendigen Klimaanpassung beitragen. Machen Sie bitte Ihren Einfluss geltend, dass die aktuellen Sparmaßnahmen nicht auf Kosten der Ärmsten gehen", so Schippani-Stockinger am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress.
Auch wenn die Sternsingeraktion mit 6. Jänner offiziell endet, stehen in den kommenden Tagen weitere Besuche u.a. bei Politikerinnen und Politikern an, so etwa bei den Ministern Wolfgang Hattmannsdorfer (8. Jänner), Eva-Maria Holzleitner (9. Jänner) und Norbert Totschnig (12. Jänner). Außerdem sind am 8. Jänner Besuche bei Vizekanzler Andreas Babler, Klubobfrau Leonore Gewessler (Grüne) und Klubobmann Yannick Shetty (NEOS) geplant; außerdem ebenfalls am 9. Jänner ein Besuch bei ÖNB-Gouverneur Martin Kocher. Am 14. Jänner folgen noch Besuche bei ÖVP-Klubobmann August Wöginger sowie in Brüssel bei EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola und (am 15. Jänner) bei EU-Kommissar Magnus Brunner.
Im Zuge der Sternsingeraktion legten die rund 85.000 Sternsinger laut Angaben der DKA heuer rund 420.000 km zurück und umrunden damit mehr als zehn Mal die Erde. Mit den Sternsingerspenden werden jährlich rund 500 Hilfsprojekte im Globalen Süden finanziert. Besonders im Fokus stehen Nahrungssicherheit und sauberes Trinkwasser, Schulbildung und Betreuung von Straßenkindern, Schutz der Menschenrechte und der Natur. Inhaltliches Schwerpunktland der Sternsingeraktion ist heuer Tansania, wo Frauen- und Kinderrechte gestärkt und eine an den Klimawandel angepasste Landwirtschaft als Beitrag zur Überwindung von Hunger gefördert werden.
(Spendenkonto der Dreikönigsaktion: IBAN: AT23 6000 0000 9300 0330 oder online auf www.sternsingen.at/spenden; weitere Informationen: www.sternsingen.at)
Quelle: kathpress