
Erste Grünwidl-Termine gelten Armen, der Politik und Religionen
Josef Grünwidl will als Bischof mit möglichst vielen Menschen, Gruppierungen, auch Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der anderen Kirchen und Religionen ins Gespräch kommen. Zugleich ist ihm der Einsatz für die Armen besonders wichtig. Entsprechend sieht auch schon sein Terminkalender in seinen ersten Wochen im Amt aus. Einen kleinen Einblick gab er am Mittwoch im Rahmen eines Pressegesprächs im Stephansdom im Vorfeld seiner Bischofsweihe (Samstag).
Am Sonntag, 25. Jänner, wird Grünwidl seine erste Messe als Erzbischof mit Armutsbetroffenen feiern. Im Anschluss gibt es auch ein gemeinsames Mittagessen. Der Ort wird von der Erzdiözese allerdings nicht bekannt gegeben, um den besonderen persönlichen Charakter dieser Feier und Begegnung zu wahren. Der Blick auf die Menschen am Rand der Gesellschaft gehöre jedenfalls zentral zu seinen Aufgaben bzw. jene der Kirche ganz generell, hielt Grünwidl fest.
Am Mittwoch, 28. Jänner, wird der neue Erzbischof bereits seinen Antrittsbesuch bei Bundeskanzler Christian Stocker absolvieren. Er werde als Bischof keine tagespolitischen Stellungnahmen abgeben, aber sehr wohl in zentralen gesellschaftspolitischen Fragen wenn nötig Stellung beziehen, sagte Grünwidl; wenn es etwa um Armut, Vereinsamung oder auch die Herausforderungen im Bereich der Migration geht. Hier ist die Kirche gefragt, sagte Grünwidl. Die Fremden und Hilfsbedürftigen hätten in der Kirche eine besonderen Stellenwert.
Am Donnerstag, 29. Jänner, wird Grünwidl seinen Antrittsbesuch bei der evangelischen Bischöfin Cornelia Richter absolvieren. Richter ist seit November 2025 im Amt. Am Montag, 9. Februar, folgen Antrittsbesuche bei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich absolvieren. Die Ökumene und auch der Dialog der Religionen seien ihm ein großes Anliegen, hob Grünwidl hervor. Er würdigte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit etwa im Rahmen des Wiener Rates der Religionen. Dienstagabend hat Grünwidl auch am Gottesdienst des Ökumensichen Rates der Kirchen in Österreich in Wien im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen teilgenommen.
Da an der Bischofsweihe im Stephansdom nur rund 3.000 Personen persönlich teilnehmen können, wird es im Südvikariat (Industrieviertel) und im Nordvikariat (Weinviertel) der Erzdiözese Wien noch zwei weitere große Einstandsgottesdienste geben, zu dem die Gläubigen herzlich eingeladen sind, um dem neuen Erzbischof zu begegnen: Am Freitag, 13. Februar, findet um 17 Uhr eine Festmesse im Dom in Wiener Neustadt statt, am Samstag, 14. Februar, gibt es einen Festgottesdienst um 14.30 Uhr in Wullersdorf, der Heimatgemeinde von Josef Grünwidl.
Quelle: kathpress