
OÖ: In Ordensspitälern wird am 3. März wieder gestreikt
Am Dienstag wird es in den oberösterreichischen Ordensspitälern erneut einen ganztägigen Streik geben, nachdem bislang sechs Verhandlungsrunde zum Kollektivvertrag (KV) für das nichtärztliche Personal kein Ergebnis brachten. Laut Gewerkschaft vida sollen mit dem nun bereits zweiten Streik auch die politischen Entscheidungsträger verstärkt adressiert werden, wie es in einer Aussendung am Montag hieß. Insbesondere Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander sei gefordert, Verantwortung zu übernehmen und einer Lösung den Weg zu ebnen. Kritik wurde in der Aussendung aber auch an einzelnen Spitälern geübt, die sich laut Gewerkschaft gegen eine "verantwortungsvolle Streikplanung" stellen würden. Vonseiten der Ordensspitäler gab es dazu am Montag keine offizielle Stellungnahme.
Die Ordensspitäler hatten zuletzt mehrmals bekräftigt, dass man an einer nachhaltigen und fairen Lösung interessiert sei, die die Interessen der Beschäftigten mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Ordensspitäler Oberösterreich vereint. Ein weiterer Verhandlungstermin ist für den 12. März angesetzt.
Die Ordensspitäler Oberösterreich betreiben Krankenhäuser in Linz, Ried, Braunau, Wels-Grieskirchen und Sierning. Zusammen beschäftigen sie rund 10.000 Mitarbeiter, versorgen 52 Prozent der stationären Patienten des Bundeslandes und führen 51 Prozent aller ambulanten Patientenkontakte durch. Das Land Oberösterreich finanziert die Einrichtungen und wird von beiden Seiten als wichtiger Partner in den Verhandlungen genannt.
Quelle: kathpress