
Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner ortet eine anstehende Renaissance des Glaubens. Im Interview in der Gratiszeitung "Heute" (Freitag) räumte Wallner ein, dass die Kirche in gewisser Weise "schon sehr schwach" geworden sei. Oft habe man das Gefühl, "wir sind ein woker Diskutierverein geworden". Aber: "Wenn man in die Pfarren geht, findet man sehr viel Glauben und sehr viel Kraft. Was uns in den letzten Jahren nicht gelungen ist, ist den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben. Das ändert sich aber gerade. Die Gen Z ist doppelt so gläubig wie ihre Eltern. Ich glaube, dass da eine Renaissance kommt."
Dieser Weg läuft für Wallner über die Social Media, "wo wir Christfluencer haben - etwas völlig Neues in der Kirche. Früher musste der Priester hinauslaufen, damit er die Leute erreicht. Jetzt bist du in deinem Kloster und kannst von dort weg die Leute erreichen. Das ist Wahnsinn", so der Zisterziensermönch aus Stift Heiligenkreuz. Er nütze die Medien, "um meinen Glauben nach außen zu bezeugen". Das sei eine Innovation, "die es in 2.000 Jahren Kirchengeschichte nicht gegeben hat".
Im Interview sagte Wallner weiters: "Ostern ist ein sperriges Fest." Das Fest zu verstehen sei "eine Challenge". Zu Ostern feiere man Tod und Auferstehung Jesu Christi und die Eröffnung des ewigen Lebens für alle Menschen. Wallner: "Gott möchte nämlich etwas für uns tun; uns allen zeigen, dass er uns liebt - nicht nur in diesem Leben, sondern über den Tod hinaus, bis in alle Ewigkeit."
Das Kreuz, an dem Jesus am Karfreitag gestorben ist, sei "das positivste Symbol, das es für uns Menschen überhaupt gibt". Ihm selbst spende es Trost; selbst über den Glaubenskontext hinaus hält es der Missio-Nationaldirektor "für ein Zeichen der Humanität, das sich im Westen entwickelt hat und unsere Gesellschaft prägt".
An die Menschen appellierte P. Wallner, zu Ostern die Gottesdienste zu besuchen: "Bitte geht in die Kirche! Aber habt auch die Zuversicht, dass Gott euch so oder so immer liebt."
Quelle: kathpress