
Caritas startet Umfrage für Familien mit Kindern mit Behinderungen
Die Caritas Österreich startet eine landesweite Umfrage mit dem Titel "Kein Kind ohne Betreuung" und ruft Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen zur Teilnahme auf. Hintergrund sind die fehlende Nachmittags- und Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen - trotz des Rechts auf gleichberechtigte Bildung und Betreuung - sowie fehlende österreichweite Daten zur tatsächlichen Situation der Betroffenen. "Wir wollen sichtbar machen, wo Betreuung fehlt, und konkrete Verbesserungen einfordern", sagte dazu Nora Tödtling-Musenbichler, Präsidentin der Caritas Österreich, in einer Aussendung.
Gemeinsam mit der Universität Wien sammelt die Caritas mit der Befragung erstmals österreichweit Erfahrungen von Eltern. Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet und in konkrete politische Forderungen überführt. "Viele Familien müssen die Betreuung ihres Kindes mit Behinderung täglich neu organisieren - oft mit großem Aufwand und ohne Erfolg. Das hat massive Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen, auf die Eltern und auf die gesamte Familie", so Tödtling-Musenbichler.
In Österreich leben zehntausende Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Für ihre Familien sei die Verfügbarkeit von Betreuung entscheidend dafür, ob und wie Alltag, Beruf und Teilhabe gelingen könnten, wies die Hilfsorganisation hin. Trotzdem gebe es keine Daten zur tatsächlichen Situation der Nachmittags- und Ferienbetreuung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Wie viele Familien betroffen sind, wo genau Betreuung fehlt und welche Hürden bestehen, sei bislang nicht systematisch erhoben worden.
(Link: https://www.caritas.at/kein-kind-ohne-betreuung)
Quelle: kathpress