
Ordensklinikum Linz führt größtes Schlaflabor Oberösterreichs
Das Schlaflabor am Ordensklinikum Linz Elisabethinen ist nach einer baulichen Erweiterung und der Zusammenführung der pneumologischen Bereiche zum größten Schlaflabor in Oberösterreich geworden. Es bietet nun sechs Überwachungsbetten in Einzelzimmern mit eigenem Bad. Die Einrichtung besteht seit rund 35 Jahren und ist auf die Diagnose und Behandlung von Schlafstörungen spezialisiert. Die Zertifizierung erfolgte durch die Österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung (ÖGSM), geht aus einer Mitteilung vom Montag hervor.
"Wir konnten die Zertifizierung erfolgreich abschließen und erfüllen damit höchste Qualitätsstandards", erklärte Abteilungsleiter Prim. Christopher Lambers. Im Zuge der Modernisierung wurden technische Abläufe auf internationales Niveau gebracht und interne Prozesse angepasst. Auch das Team wurde weiter geschult, darunter sechs diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger mit Zusatzausbildung in Schlafmedizin.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe (OSA), einer weit verbreiteten Erkrankung mit Atemaussetzern während des Schlafs. "Die Therapie zeigt häufig bereits nach der ersten Nacht Wirkung", sagte Oberarzt Gerhard Kos. Zum Einsatz kommen vor allem Atemmasken, die durch konstanten Druck die oberen Atemwege offenhalten. Ergänzend werden Schlafgewohnheiten besprochen und angepasst.
Zum Leistungsspektrum gehören außerdem Untersuchungen bei Narkolepsie, Parasomnien und weiteren komplexen Schlafstörungen. Das Pflegepersonal begleitet die Patientinnen und Patienten während der gesamten Nacht, kontrolliert die Schlafdaten und unterstützt bei der Anpassung der Masken. Am Morgen werden die Ergebnisse ausgewertet und die weitere Behandlung empfohlen.
Wenn die Maskentherapie nicht möglich ist, kann alternativ ein Zungenschrittmacher eingesetzt werden, der in Kooperation mit der HNO-Abteilung implantiert wird. Das Schlaflabor sei damit die zentrale Anlaufstelle für schlafmedizinische Versorgung in Oberösterreich, heißt es in der Aussendung.
Quelle: kathpress