
Causa Goldenstein: Erzabt Auer soll bei Lösungsversuch mithelfen
Neue Entwicklungen in der Causa Goldenstein: Wie das Helferteam der drei Augustiner-Chorfrauen in einer Aussendung am Dienstag mitteilte, hat das vatikanische Ordensdikasterium mit dem Erzabt von St. Peter, Jakob Auer, einen "Assistenten" für den Apostolischen Kommissar der Schwestern, Propst Markus Grasl, bestellt. Das bestätigte am Dienstag auch der Sprecher von Propst Grasl, Harald Schiffl, gegenüber Kathpress. Erzabt Auer soll demnach mithelfen, eine Vereinbarung auszuarbeiten, die dem Wunsch der Schwestern Rechnung trägt, im Kloster Goldenstein wohnhaft zu bleiben. Propst Grasl bleibt der Ordensobere der Schwestern.
Schon im vergangenen November hatte Grasl bei einem Treffen mit Unterstützerinnen der Schwestern einen Vorschlag vorgelegt, der bis auf Weiteres den Verbleib der Schwestern im Kloster unter bestimmten Auflagen ermöglichen soll, vorbehaltlich ihrer Zustimmung. Ziel sei es, eine tragfähige und zukunftsorientierte Lösung zu erarbeiten, die sowohl die körperliche Versorgung als auch das geistlich-spirituelle Leben der Schwestern sicherstellt. Auf Basis dieses Vorschlags sollen nun noch einige Details geklärt werden, so Schiffl.
Rom-Reise abgesagt
Wie die "Kronenzeitung" (Dienstag) berichtete, ist die ursprünglich diese Woche geplante Rom-Reise der Schwestern, die auch eine Teilnahme an der Generalaudienz des Papstes samt persönlicher Begegnung mit Leo XIV. beinhaltet hätte, abgesagt worden. Das wurde auch in der Presseaussendung der Helfer mitgeteilt. Laut "Krone" haben die Schwestern einen Tag vor Abflug von sich aus das Unterfangen abgesagt. Vorangegangen sind dem laut "Krone"-Informationen heftige Meinungsverschiedenheiten unter den Helfern und Wegbegleitern. Anderen Informationsquellen zufolge haben die Schwestern aber schon vor rund zwei Wochen erklärt, die Reise nicht anzutreten, weil dies nicht ihrer klösterlichen Lebensordnung entspreche.
In der Aussendung des Helferteams hieß es am Dienstag wörtlich: "Die Kosten der Reise, die von Wohltätern der Schwestern übernommen worden wären, sind diesen, soweit möglich, in voller Höhe zurückerstattet worden."
Quelle: kathpress