
Muttertag: Jugend Eine Welt appelliert zum Kauf von Fairtrade-Rosen
Der Muttertag steht vor der Tür: Am 10. Mai überreichen laut einer Umfrage der KMU Forschung Austria zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher ein Geschenk. Die Hälfte davon schenkt Blumen, wobei Rosen besonders beliebt sind. Die Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt mahnt zum Kauf von "fairen Rosen". "Wohl keine Mutter will Rosen geschenkt bekommen, die aus ausbeuterischer Arbeit, vielleicht sogar aus Kinderarbeit stammen", betont Geschäftsführer Reinhard Heiserer. Um sicher zu sein, dass die Rosen fair gehandelt und hergestellt wurden, sollte auf das Fairtrade-Siegel auf den Produkten geachtet werden.
"Laut einer Statistik ist jede dritte in Österreich verkaufte Rose eine fair hergestellte und gehandelte Rose. Das bedeutet aber auch, dass noch immer zwei Drittel der gekauften Rosen nicht unter fairen Arbeitsbedingungen und ohne Umweltbelastungen hergestellt werden", so Heiserer.
Lange Arbeitszeiten und ein hoher Leistungsdruck, gepaart mit Löhnen, die nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen, seien etwa in Ecuador trotz Fortschritten immer noch keine Seltenheit, erklärte Heiserer. Hinzu komme der intensive Einsatz von Pestiziden, die gesundheitliche Probleme wie Hauterkrankungen oder Atembeschwerden verursachen. Das Projektland von Jugend Eine Welt gehört zu den Top 3 der Exportländer von Rosen und Schnittblumen. Mehr als 100.000 Menschen sind im Rosensektor beschäftigt, davon 60 Prozent Frauen.
Darum sei der Kauf von Produkten mit dem Fairtrade-Siegel so wichtig, denn entsprechend zertifizierte Farmen müssten bestimmte soziale und ökonomische Standards einhalten: etwa angemessene Arbeitsbedingungen, die Verfügbarkeit von adäquater Sicherheitsausrüstung für den Umgang mit Chemikalien, das Verbot von Kinderarbeit sowie Mitbestimmungsrechte für die Beschäftigten.
(Info: Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000; Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden)
Quelle: kathpress