
Missio-Nationaldirektor: Papst gibt wachsender Weltkirche Stabilität
Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner hat eine positive Bilanz zur einjährigen Amtsführung von Papst Leo XIV. gezogen. Seine internationale Erfahrung und seine ersten pastoralen Schwerpunkte machten den Pontifex im Hinblick auf eine insbesondere in Afrika stark wachsende katholische Kirche zum Garanten für Stabilität, urteilte Wallner. Leo XIV. kenne die unterschiedlichen Mentalitäten, Geschwindigkeiten und Akzentsetzungen innerhalb der Weltkirche aus seiner Tätigkeit als Missionar in Peru und von Besuchen in Afrika in seiner Zeit als Ordensoberer. Diese Erfahrungen machen ihn zu einem "unaufgeregten Verkünder der Substanz des Evangeliums und der 2.000-jährigen Glaubenstradition der Kirche", so der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich.
In der öffentlichen Wahrnehmung von Papst Leo XIV. erkennt Wallner Parallelitäten zu Papst Johannes Paul II.: "Je stärker sich ein Papst auf die Verkündigung des Evangeliums und die unveräußerlichen Inhalte des Glaubens konzentriert, desto politischer wird er oft wahrgenommen." Die Kirche müsse jedoch nicht primär auf politische Agenden setzen, so Wallner weiter: "Wenn sie fest im Glauben an Christus geeint ist, entwickelt sie eine Kraft gegen das Böse in dieser Welt, die über das rein Politische hinausgeht."
Ein besonderes Highlight mit dem Papst erlebte Missio im vergangenen Herbst: Bei einer Papstaudienz Anfang September signierte Leo XIV. ein eigens im Papst-Stil umgebautes BMW-Motorrad zugunsten eines Missio-Bildungsprojekts auf Madagaskar. Im Oktober wurde das Motorrad schließlich für 130.000 Euro versteigert. Der gesamte Erlös kam dem Bildungsprojekt auf Madagaskar zugute, wie das Hilfswerk mitteilte.
Quelle: kathpress