
Bischof Schwarz: Zu Pfingsten kommt Feuer Gottes in die Herzen
Pfingsten als ein Fest des Zutrauens Gottes, bei dem das Feuer Gottes in die Herzen der Menschen komme, hat der St. Pöltner Bischof Alois Schwarz beim zentralen Festgottesdienst im Rahmen des Loretto-Glaubensfestivals "Pfingsten Mostviertel" in Wieselburg betont. Das Pfingst-Festival fand am Wochenende parallel an rund 30 verschiedenen Orten im deutschsprachigen Raum statt. Etliche Tausend Jugendliche und junge Erwachsene nahmen in Österreich, Deutschland, Südtirol und der Schweiz teil. Allein in Wieselburg, wo das Festival zum fünften Mal stattfand, nahmen laut Bericht der St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" mehr als 300 Menschen teil.
Bischof Schwarz zeigte sich am Pfingstsonntag begeistert von der Atmosphäre. Im Gottesdienst sprach er die ambivalente Situation an, in der viele Jugendliche, aber auch Ältere sind: "Es ist eine Welt voller Möglichkeiten und zugleich der inneren Leere. Viele sind permanent online, aber auch innerlich heimatlos."
Der St. Pöltner Bischof griff den Titel des Siegerlieds "Bangaranga" - das Wort bedeutet Chaos und Aufruhr - der bulgarischen Vertreterin beim jüngsten Eurovision Song Contest in Wien auf. "Wir geben uns nicht dem grellen Licht hin, sondern dem Osterlicht hin, das leuchtet in der Dunkelheit! Der Auferstandene ist unser Licht, nicht das grelle Licht der Scheinwerfer, sagte Schwarz.
Aufatmen der Seele
Gott wolle den Frieden und er führe uns zum Leben. Der Bischof erinnerte an die Worte von Papst Leo XIV.: "Wir sollen Architekten der Liebe sein und nicht Baumeister des Turms von Babel!" Nach dem Scheitern der Menschen nach dem Turmbau von Babel, als sich die Menschen nicht mehr verstanden, habe Gott später mit Abraham, Mose und Jesus neu begonnen. Selbst als dieser gestorben ist, war es noch immer nicht aus. Daher habe er seinen Geist und die Gaben an die Apostel weitergegeben. Wer sich auf Gott einlasse, der erfahre ein Aufatmen der Seele.
Das Pfingsttreffen in Wieselburg wurde maßgeblich von den Lorettos sowie von der Diözese St. Pölten organisiert. Es gab zahlreiche Workshops und ein umfangreiches Rahmen- und Freizeitprogramm. Der abschließende Sonntag begann mit einem Zeugnis der bekannten deutschen Ordensfrau Teresa Zukic. Sie betonte laut "Kirche bunt" die Bedeutung der Lebensfreude, Gott trage durch Ruhe und Freude.
Quelle: kathpress