
Bischöfe bekunden weiter Solidarität mit der Ukraine
Österreichs Bischöfe bekunden weiterhin ihre Solidarität mit der Ukraine. Beispielsweise im Rahmen eines Lichtermeers und eines Friedensgebets in der Franziskanerkirche am St. Pöltner Rathausplatz, bei dem am Dienstagabend der Menschen in der Ukraine gedacht wurde. Mit dabei waren Bischof Alois Schwarz und der St. Pöltner Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. Mit der Aktion sollte vor allem auch auf die Situation von Kindern in Kriegs- und Katastrophengebieten aufmerksam gemacht werden.
In Eisenstadt war der Martinsdom am Dienstag als Zeichen der Solidarität in den ukrainischen Nationalfarben blau und gelb beleuchtet. Die Domkirche selbst war ganztägig zum Innehalten und für das persönliche Gebet geöffnet, auch Gedenkkerzen konnten entzündet werden. Um 12 Uhr fand im Dom ein Friedensgebet mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Schülerinnen und Schülern des diözesanen Gymnasiums Wolfsgarten, statt, am Abend um 18 Uhr ein musikalisches Gedenken: "Klänge für den Frieden" - ein Konzert des Saitenensembles der Familie Tulyuk aus der Ukraine. Mit dabei war auch der für die Seelsorge in Eisenstadt zuständige ukrainisch-katholische Geistliche Thomas Nemeth.
Über 3,2 Millionen Kinder sind allein in der gesamten Ukraine vom Krieg betroffen. Er raube ihnen nicht nur ein Aufwachsen in Sicherheit, sondern auch wertvolle Bildungsjahre, so die Caritas-St. Pölten in einer Aussendung. Mehr als 1.700 Schulen wurden laut UNICEF seit Kriegsbeginn beschädigt oder zerstört und laufend werden weitere Bildungseinrichtungen getroffen. Jede fünfte Schule musste geschlossen werden, weil es keine sicheren Schutzräume gibt. Jedes dritte Kind kann deshalb und aufgrund der Gefahren durch erneute Angriffe nicht mehr ganztägig am Präsenzunterricht teilnehmen.

"Als Caritas ist unser Ziel klar: Unsere Hilfe muss weitergehen! Wir wollen allen Kindern eine hoffnungsvolle und gute Zukunft ermöglichen! Denn Kriege rauben Kindern nicht nur ihre Kindheit, sie entreißen ihnen auch die Chance auf eine sichere Zukunft. Die Caritas arbeitet in Kriegs- und Krisengebieten daran, Kindern ein gutes Aufwachsen und eine chancenreiche Zukunft zu ermöglichen. Weil jedes Kind die Chance auf eine gute Zukunft verdient", so Caritasdirektor Ziselsberger. Das Gebet wurde von der Caritas in Kooperation mit der diözesanen Jugendorganisation "Sankt" abgehalten.
Unterstützung für Ukraine bleibt wichtig
In Eisenstadt sagte Bischof Zsifkovics: "Wir möchten den Ukrainerinnen und Ukrainern versichern, dass sie nicht vergessen sind, auch wenn die Weltpolitik ihren Blick oftmals auf Anderes lenkt. Wir tragen die Menschen in unseren Herzen und in unserem Gebet mit. Gerade da, wo Situationen hoffnungslos erscheinen, sind Gebet und äußere Zeichen der Solidarität besonders wichtig."
Er dankte den vielen Ukrainerinnen und Ukrainern, dich sich in der Diözese Eisenstadt und in ganz Österreich engagieren, für ihr beeindruckendes Zeugnis des Glaubens und Durchhaltens. Froh sei er zudem über die anhaltende Unterstützung der Ukraine seitens der Bundes- und Landesregierung und der EU, und die Unterstützung vieler Burgenländer. Er bitte darum, dass dieser Unterstützungswille nicht abbricht: "Die Ukraine und ihre Bürgerinnen und Bürger weiterhin offenherzig zu unterstützen, ist ein Gebot der Nächstenliebe."
Diese Unterstützung ist nicht nur jetzt wichtig, solange der Krieg noch andauert, sondern werde auch beim Wiederbau des von Leid geprüften Landes bedeutsam sein. "Wir dürfen nicht vergessen, die Ukraine hat ein Recht auf einen gerechten Frieden, sowie auf Sicherheitsgarantien für einen nachhaltigen Frieden und sie bedarf der Mithilfe aller, um das Land wiederaufzubauen", so Bischof Zsifkovics.
Quelle: Kathpress