Wednesday 25. May 2016
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„Amoris Laetitia“ – lesen und leben

Paul Wuthe | 11.05.2016

„Was will Papst Franziskus mit seinem neuen Familiendokument von der Kirche?“ – „Dass wir es lesen und danach leben“, so lautete die Antwort von Kardinal Christoph Schönborn auf die Frage eines Journalisten bei der Präsentation des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens „Amoris Laetitia“ („Freude der Liebe“) am 8. April im Vatikanischen Pressesaal.

Herausforderung " Einfachheit"

Der Redaktionsblog | 09.04.2016

Jetzt ist es da, das mit Spannung erwartete postsynodale Schreiben „Amoris Laetitia“- die „Freude an der Liebe“.

 

 

Die Reaktionen darauf waren und sind vielschichtig. Manche stimmen mich nachdenklich. Ein ungewöhnliches Einvernehmen zwischen den sonst doch deutlich unterschiedlichen Positionen tat sich da im Vorfeld auf: Einerseits scheint die Rede von „mündigen Christen in der Kirche, die wir alle sind“ einem fast ungeduldigen Ruf nach „Roma locuta causa finita“ gewichen zu sein, andererseits sehnten auch traditionstreue Christen das Machtwort aus Rom herbei, wenn auch mit für „Romtreue Katholiken“ unüblichem Zittern und Bangen. Eines ist auf den ersten Blick jedoch klar: so machtvoll der Text dem Umfang und dem Inhalt nach ist, Franziskus weist diese „neuen Unmündigkeit“ eindeutig zurück:

 

„Indem ich daran erinnere“ schreibt er „ dass die Zeit mehr wert ist als der Raum, möchte ich erneut darauf hinweisen, dass nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden müssen. Selbstverständlich ist in der Kirche eine Einheit der Lehre und der Praxis notwendig; das ist aber kein Hindernis dafür, dass verschiedene Interpretationen einiger Aspekte der Lehre oder einiger Schlussfolgerungen, die aus ihr gezogen werden, weiterbestehen. Dies wird so lange geschehen, bis der Geist uns in die ganze Wahrheit führt (vgl. Joh16,13), das heißt bis er uns vollkommen in das Geheimnis Christi einführt und wir alles mit seinem Blick sehen können“ (AL 3)

 

Mit einer gewissen Heiterkeit kann man in diesem Licht auch die Instant-Interpretationen zur Kenntnis nehmen, die seit Freitag 12 Uhr von mehr oder weniger qualifizierten Experten verkündet werden. Zugegeben, es ist nicht leicht, innerhalb weniger Stunden kompetent zu einem 300-Seiten Text Stellung zu beziehen. Im Grunde hätte es genügt, die eindeutige Erklärung von Kardinal Schönborn zur Kenntnis zu nehmen, der als einer der wenigen  den Text vorab gründlich studieren konnte. Die restlichen, je nach Geschmack verbreiteten Reaktionen zwischen „Bekräftigung der Tradition“ und „ Epochaler Wende“, ignorieren jedenfalls allesamt- auch das in eher beunruhigender Einmütigkeit- die schlichte Empfehlung des Autors:

 

"Darum empfehle ich nicht, es hastig ganz durchzulesen. Sowohl für die Familien als auch für die in der Familienpastoral Tätigen kann es nutzbringender sein, wenn sie es Abschnitt für Abschnitt geduldig vertiefen oder wenn sie darin nach dem suchen, was sie in der jeweiligen konkreten Situation brauchen."

 (AL 7)

 

Vielleicht ist gerade dieser Abschnitt aus der Einleitung ein verborgener hermeneutischer Schlüssel, der nicht zuletzt alle aufgeregte, einseitige und vor allem übereilte Interpretation fragwürdig erscheinen lassen.

SCG

Wie hat Jesus in Gethsemani gebetet?

Georg Plank | 23.03.2016

Ich staunte, als ich in Sant`Apollinare Nuovo in Ravenna das Mosaik des betenden Jesus sah: Da steht er mit ausgebreiteten Armen inmitten der schlafenden Jüngerschar – souverän, frei, stark! „Oh Gott!“, dachte ich, „welche Auswirkungen hätte es für Christen, Kirchen und die Gesellschaft, wenn wir das freie Stehen mit offenen Armen als Gebetshaltung üben würden und nicht nur das demütige Knien mit gesenktem Haupt!“.

In memoriam Pfarrer Josef Gschanes, 92

Georg Plank | 03.03.2016

MEIN Pfarrer Josef Gschanes ist im 93. Lebensjahr als wohl dienstältester Pfarrer Österreichs in Feldkirchen bei Graz verstorben. Bei der Feier seines 85. Geburtstages hatte der gebürtige Pischelsdorfer auf die Frage, wann er denn in Pension gehe, mit dem ihm eigenen Schalk geantwortet: „I hob dem Bischof gsogt: Solaung I gehn kaun, geh I net!“

Das Schweigen der Mitte

Ulrike Hofstetter | 03.03.2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich spüre in mir so eine Hilflosigkeit. Rund um mich die vielen Facetten und Schichten, Meinungen und Fakten, doch es fehlt die Sprache darüber zu sprechen.

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