Die neue Sozialenzyklika trägt den Titel "Die Liebe in der Wahrheit". Offizieller Anlass des Schreibens ist der 40. Jahrestag der Sozialenzyklika "Populorum progressio" von Papst Paul VI.
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"Caritas in veritate" - "Die Liebe in der Wahrheit", so lautet der Titel der am 7. Juli präsentierten neuen Sozialenzyklika Papst Benedikts XVI. Offiziell vorgestellt wurde sie von den Kardinälen Paul Josef Cordes und Renato Raffaele Martino. Cordes ist Präsident des Päpstlichen Rates "Cor Unum", der für Entwicklungshilfe und Caritas zuständig ist; Martino ist Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden ("Iustitia et Pax").
Es handelt sich um die dritte Enzyklika von Benedikt XVI. Formaler Anlass für das u.a. wegen der Finanzkrise und den mit ihr notwendig gewordenen Aktualisierungen verzögert erschienene Dokument war ursprünglich der 40. Jahrestag der Sozialenzyklika "Populorum progressio" (1967) von Papst Paul VI.
Das etwa 100-seitige Lehrschreiben versteht sich als Fortschreibung der katholischen Soziallehre in der Ära der Globalisierung und angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise. Es geht ihr um ethische Normen sowie um die ganzheitliche Entwicklung des Menschen in Liebe und Wahrheit.
Im Mittelpunkt der Enzyklika steht ein päpstliches Plädoyer für ein umfassendes Verständnis vom Menschen in den derzeitigen umwälzenden Globalisierungsprozessen. Gerade angesichts der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise gelte es, anstelle eines überzogenen Materialismus und wirtschaftlichen Egoismus erneut auf die Kraft der Solidarität zu blicken, mahnt der Papst. Als ein "Wort zur rechten Zeit" bezeichnete entsprechend Kardinal Christoph Schönborn die Enzyklika bei einer Präsentation in Wien.
Schönborn wörtlich: "Die Enzyklika - so könnte man ihren Inhalt zusammenfassen - zeigt für fast alle Bereiche menschlichen Lebens (Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Technik, Medizin, Entwicklungshilfe) auf, welch verheerende Wirkung ein verengtes, nicht auf Transzendenz, Liebe und Wahrheit ausgerichtetes materialistisches Welt- und Menschenbild hat. Dieses zerstört Leben, während ein Welt- und Menschenbild im Kontext von 'Liebe in Wahrheit' Leben gelingen lässt."
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Kardinal Christoph Schönborn
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| JA | 13.07.2009 02:02 | antworten | |
| Globiliserung, Wirtschaft, Gewinn, Gewinnmaximierung: das alles ist zunächst nicht schlecht, es ist Teil unseres Verständnisses, das aus genetisch vererbten Informationen heraus gebildet ist. Trainiert und ausgebaut in mathematischen Kursen und durch Massenkonsumation von kinder- und jugendfeindlichen Kinofilmen. Auch die Fähigkeit zur Produktion solchen Wissens als auch die Wahrnehmungsfähigkeit für solche Bilder sind zunächst noch nichts Schlechtes, weil eben auch genetisch natürlich. So wie beispielsweise auch die Fähigkeit zur Mord und Todschlag genetisch natürliche Grundlagen für das Verhalten unseres „tierischen“ Daseins sind. Wie auch immer, wo Nebel produziert wird, ist auch Nebel zu sehen. So wie die Nebelbegriffe Gewinnmaximierung, Finanz- und Wirtschaftskrise eben nur „vernebeln“. Aber was? Oder besser gesagt wen sollen sie „vernebeln“? Welche Personen wollen für uns „unsichtbar“ bleiben? Wohl nur jene, die sich vor uns verstecken wollen. Vermutlich deshalb, weil sie inzwischen das Gewissen plagt, weil sie Angst vor Verfolgung haben. Aber wer hat Angst vor Verfolgung? Vor der Gerechtigkeit? (Anmerkung: Von uns wird niemand verfolgt, weil nur Gott der Richter ist, aber vielleicht von so manchem Geschädigten, der Rache als probates Mittel sieht). Hier zur Veranschaulichung ein erdachtes Beispiel für das soeben Gesagte: Wenn sich jemand als mächtiger Bankdirektor eines großen Bankengeflechtes einfallen ließe, wie man durch 1) „uneinbringliche“ Billiardenkredite, die er vorher absichtlich an Millionen Arbeits- und Vermögenslose vergeben würde, später daraus 2) „wertlose“ Schund(wert)papiere, verpackt in „wunderschönen“ Päckchen, produzieren könnte, indem er diese von 3) „nicht abhängigen“ Ratingagenturen „schön und wertvoll“ reden ließe, und dann die Inhalte dieser Päckchen 4) an Millionen andere Menschen, die z.B. eine Pension beziehen oder Geld gespart haben, gegen Rückzahlungsverpflichtung samt saftiger Zinsgewinnaussichten verkaufen würde und mit diesem geborgten Geld die ursprünglich nicht mehr einbringlichen Billiardenkredite abdecken würde, und dann 5) verhindern würde, dass er das geborgte Geld samt Zinsausschüttung vereinbarungsgemäß an die Pensionäre und Sparer zurück zahlen müsste, indem er 6) jene meiner Banken in Konkurs schicken würde, die die „Schundpapiere“ verkauft haben, dann hätte er, als Erfinder und Umsetzer solch einer Abzocke, auch ein schlechtes Gewissen und Angst, selbst ohne jegliche Anwesenheit des Heiligen Geistes. Zum oben erwähnten Nebel: Damit er sich hinter irgendetwas verstecken könnte, würde er Nebel erzeugen wollen, und zwar möglichst ganze Nebel-Lawinen, die für die Geschädigten möglichst nicht mehr zu durchschauen und zu ihm zurück verfolgbar wären. Diese Nebel würde er dann Wirtschaftskrise nennen. Oder so ähnlich. Nun, zurück zur Realität. Wenn ich von Gerechtigkeit spreche, muss ich von konkreten Personen sprechen, die hinter dieser Gerechtigkeit stecken. Das gilt konkludent auch bei Ungerechtigkeit. Dann erst sind wir berechtigt, Kritik zu üben, positive oder negative. Ob jemand gerecht ist und in der Liebe Gottes oder aus der Liebe Gottes heraus handelt, zeigt sich bekanntlich an seinen Früchten. So ist jeder einzelne von uns eingeladen, stets aus der Liebe Gottes heraus zu handeln, auch jene Person, die sich eine weltweite Abzocke auf Kosten von Millionen Pensionären und Sparern einfallen lassen können. Erst dann haben wir unsere bessere Welt. Besser in dem Sinne, dass wir zwar genetisch bedingte Fähigkeit auch zu Lug und Betrug inne haben, aber durch den vertrauensvollen „Einsatz“ des Heiligen Geistes immer die richtige Entscheidung für unser Handeln treffen. So gäbe es auch keine Entscheidung zur Durchführung einer weltweiten Abzocke oder eines militärischen Krieges, oder, oder, oder …. Es bleibt also wie es immer war: Entweder entscheide ich aus dem Heiligen Geist heraus oder ausschließlich aus den rein genetisch vererbten „negativen“ Fähigkeit und ihren „weitergebildeten“ Auswüchsen, welche im Neuen Testament Unkraut genannt werden. Wir halten uns an den Heiligen Geist und beten für jene, die sich diesem (noch) verschließen, auf das die ganze(!) Welt bald eine bessere werde. In Liebe JA |
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