Donnerstag 30. März 2017
28. März 2014

Bischöfe unterstützen Initiative "Fakten helfen"

Forderung nach einer bundesweiten, jährlichen und anonymen Statistik und regelmäßigen Motiven-Erforschungen über Schwangerschaftsabbrüche

Österreichs Bischöfe unterstützen die Forderung der Bürgerinitiative "Fakten helfen" nach einer bundesweiten, jährlichen und anonymen Statistik und regelmäßigen Motiven-Erforschungen über Schwangerschaftsabbrüche. Die Initiative ist vom überkonfessionellen Verein "Aktion Leben" getragen und will die vielfältigen Notlagen von Frauen erheben, öffentlich zur Sprache bringen und die Grundlagen für konkrete Hilfe verbessern. Die Bischöfe ersuchen alle Freunde des Lebens diese Initiative zu unterstützen - "zum Wohl der ungeborenen Kinder, der schwangeren Frauen und der ganzen Gesellschaft", wie sie in einer bei der jüngsten Vollversammlung der Bischofskonferenz in Stift Admont verabschiedeten Erklärung betonen.

 

"Die katholische Kirche weiß sich dem Widerstand gegen Abtreibung und sogenannte aktive Sterbehilfe aber auch dem Schutz von Embryonen unverzichtbar verpflichtet", halten die Bischöfe wörtlich fest. Eindringlich und klar habe Papst Franziskus in seinem Lehrschreiben "Evangelii Gaudium" festgehalten, dass die Kirche auf Seite der ungeborenen Kinder steht. Sie seien "die Schutzlosesten und Unschuldigsten von allen, denen man heute die Menschenwürde absprechen will, um mit ihnen machen zu können, was man will", zitieren die Bischöfe den Papst.

 

Die Bischöfe äußern sich in ihrer Erklärung sehr dankbar dafür, "dass es in Österreich viele kirchliche, kirchennahe und gesellschaftliche Initiativen gibt, die schwangeren Frauen und Müttern Hilfe und Beratung bei ihrem Ja zum Leben anbieten". Diese Angebote könnten noch besser und zielgerichteter sein, wenn es in Österreich - so wie in den allermeisten europäischen Ländern - genaue Zahlen und gesicherte Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen gäbe. Es sei verfehlt und unverständlich, so die Bischöfe, dass es in Österreich dieses Faktenwissen nicht gibt. Dadurch werde es erschwert, wirksame Wege der Prävention einzuschlagen oder maßgeschneiderte Angebote für ein gutes Leben mit Kind zu entwickeln.

 


Quelle: Kathpress

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