Dienstag 23. Mai 2017
17. September 2014

Lebensende-Enquetekommission legt Fahrplan fest

Vier öffentliche Anhörungen mit Experten bis Jänner 2015, darunter auch mehrere Referenten aus dem kirchlichen Bereich.

Die parlamentarische Enquetekommission "Würde am Ende des Lebens" hat am Mittwoch die Termine sowie die Expertenliste für die bevorstehenden öffentlichen Anhörungen festgelegt. Bis Jänner 2015 werden vier öffentliche Sitzungen der Kommission abgehalten. Die Auftaktveranstaltung findet am 7. November im Nationalratssitzungssaal des Wiener Parlaments statt. Der Arbeitsschwerpunkt der Kommission wird dabei vor allem auf einem Maßnahmenplan zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung liegen. "Ich habe den Eindruck gewonnen, dass alle konstruktiv gemeinsam arbeiten wollen und es auch einen Konsens gibt, dass wir uns schwerpunktmäßig mit Hospiz- und Palliativbetreuung befassen", teilte Enquetekommissions-Vorsitzende Gertrude Aubauer in einer Aussendung mit.

Die Liste der Referenten für die Anhörungen, die per Livestream im Internet übertragen werden sollen, umfasst mehr als 100 Namen von Medizinern, Juristen, Ethikerin, Theologen und Hospiz-Experten. Zu Wort kommen werden unter anderen Caritas-Präsident Michael Landau, die Vorsitzende des Dachverbandes "Hospiz Österreich", Waltraud Klasnic, der Moraltheologe Günter Virt, der Palliativmediziner Herbert Watzke und der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka.

 

Unter den nominierten Juristen befinden sich Theo Öllinger, Wolfgang Mazal, Bernd-Christian Funk, Heinz Mayer und Helmut Fuchs. Die Seniorenvertreter von SPÖ und ÖVP, Karl Blecha und Andreas Khol, werden genauso sprechen, wie etwa der frühere deutsche Vizekanzler und nunmehrige ehrenamtliche Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes Deutschland, Franz Müntefering.

 

Thematisch in den Fokus ihrer Arbeit gerückt haben die Kommissionsmitglieder Verbesserungen für den Hospiz- und Palliativbereich. In der ersten Sitzung Anfang November solle die Bedarfsanalyse Thema sein, hieß es in einer Aussendung des ÖVP-Parlamentsklubs am Mittwoch. Ende November gehe es dann vor allem um Fragen zur Umsetzung und Finanzierung, bevor die Erarbeitung eines Maßnahmenplans erfolgen soll. Rechtsthematiken, wie die Patientenverfügung oder auch die mögliche Verankerung des in Österreich geltenden Sterbehilfe-Verbots in der Verfassung, finden demnach erst in der letzten Sitzung Platz.

 

Bei ihrer Konstituierung Anfang Juli hatte die Enquetekommission die Zivilgesellschaft eingeladen, sich mittels Stellungnahmen an der Diskussion zu beteiligen. Unter der dafür eingerichteten E-Mail-Adresse wuerdevoll.leben@parlament.gv.at sind bisher 600 Stellungnahmen eingegangen, die - sofern die Absender zustimmen - auf der Parlamentswebsite einsehbar sein werden. Ziel sei, "die Wünsche und Sorgen der Menschen hereinzuholen ins Parlament", so Kommissionsvorsitzende Aubauer, die auch daran erinnerte, dass bereits 20.700 Österreicher die parlamentarische Bürgerinitiative "An der Hand" für ein Sterbehilfe-Verbot im Verfassungsrang und eine flächendeckende Hospiz- und Palliativversorgung unterzeichnet haben.

 

"Unser Weg ist ein gemeinsamer Hospiz-Stufenplan für Österreich. Österreich braucht eine weitere Stärkung", erklärte der Fraktionsvorsitzende der ÖVP in der Enquete-Kommission, der Abgeordnete Franz-Joseph Huainigg: "Kein Mensch soll und darf in der letzten Lebensphase alleine gelassen werden. Wir brauchen die klare Festlegung einer flächendeckenden Hospizversorgung."



Quelle: kathpress
comments powered by Disqus
Fotogalerien zurück #weiter#
Hommage an Benedikt XVI.
Zum 90. Geburtstag
Bischöfe in Vorarlberg
Frühjahrsvollversammlung 2017
Bischof Scheuer im Irak
70 Jahre Kathpress
Festakt mit Promi-Faktor
Franziskus wird 80
Videos zurück #weiter#
image
Papst: Gebetsmeinungen
Mai 2017
image
Tag der Arbeitslosen
image
Ein gemeinsamer Ostertermin
Vortrag vonProf Groen
image
Papst: Gebetsmeinungen
April 2017
image
Hommage an Benedikt XVI.
Zum 90. Geburtstag
Audio zurück #weiter#
Aussöhnung in Sicht?
Der Vatikan & die Piusbrüder
"Kein Wahlkampfmodus"
Landau zur Kritik an NGOs
Interreligiöser Dialog
Statement von Kardinal Schönborn
Fischer predigt
Ehemaliger Bundespräsident
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
Tipps
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
Mai 2017
Die katholisch.at-Presseschau
April 2017
Die katholisch.at-Presseschau
März 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Februar 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Paul Wuthe | 05.04.2017

Das Kreuz soll bleiben

Warum das Kreuz im Gerichtsaal die Unabhängigkeit der Rechtssprechung nicht...
Ulrike Hofstetter | 28.12.2016

Mundgerechte Happen - schwer verdaulich

Meine Freundin Frieda hat jetzt eine neue App auf ihrem Handy. Eine Bibel App.
Paul Wuthe | 14.12.2016

Katholische Kirche Anno Domini 2016

Ökumene, Familie, Flüchtlinge, Barmherzigkeit und Kirchenreform - die großen...
Kalender
23.05.2017 | 09:30 | Klagenfurt
Zu viel Verstand, zu wenig Herz
Wie Dankbarkeit, Mitgefühl, Intuition und Achtsamkeit im Alltag mit Kindern wirken und was diese... mehr »
23.05.2017 | 17:30 | Graz
Jungschar Kalvarienberg
Für alle Kinder, die gerne basteln, spielen und den christlichen Jahreskreislauf miterleben... mehr »
23.05.2017 | 17:40 | Graz
Maiandachten Mariahilf
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2017 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: