Tuesday 24. May 2016
23. September 2014

Zelte und Kasernen kein Ort für Flüchtlinge

Don Bosco Flüchtlingswerk erteilt Vorschlag der Innenministerin Absage - Gemeinsame humanitäre Lösung von Bund und Ländern gefordert.

Heftige Kritik an der von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner geplanten Unterbringung von Flüchtlingen in Zeltlagern und Kasernen hat das Don Bosco Flüchtlingswerk geübt: Das Vorhaben sei ein "Armutszeugnis" für Österreich, hieß es am Dienstag in einer Aussendung. Die Sorge der Organisation gilt vor allem Kindern und Jugendlichen. Massenquartiere seien kein Platz für diese, betonte Geschäftsführerin Eva Kern und forderte eine gemeinsame menschenwürdige Lösung für Schutzsuchende von Bund und Ländern. Schließlich hätten viele der Flüchtlinge Schreckliches erlebt und bräuchten schnellstmöglich Hilfe und Betreuung.

 

Nachholbedarf gebe es auch im Bereich der Bildungsmöglichkeiten junger Flüchtlinge. "Durch ihre Flucht haben asylsuchende Kinder und Jugendliche enorme Lücken in ihrer Bildungslaufbahn", so Kern. Neben sozialpädagogischer Betreuung brauche es deshalb vor allem auch Bildungsangebote für asylsuchende Kinder und Jugendliche.

 

Film zeigt Leben junger Flüchtlinge

 

Den Lebensalltag junger Flüchtlinge in Österreich dokumentiert der Film "Die verlorene Zeit", den das Flüchtlingswerk am 26. September, dem "Langen Tag der Flucht", um 18 Uhr in der Pfarrkirche Neuerdberg (Hagenmüllergasse 33, 1030 Wien) präsentieren wird. Der Film von Regisseurin Miriam Fassbender sei zur Gänze von jungen Asylwerbern der 'Nachbetreuung Moses' des Don Bosco Flüchtlingswerkes umgesetzt worden, betonte Kern. Gezeigt werde das Leben ehemals unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus zu kämpfen haben.

 

Orden nehmen Verantwortung wahr

 

Die heimischen Ordensgemeinschaften nehmen ihre Verantwortung wahr und beteiligen sich an der Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen. Das haben die Vorsitzende der Vereinigung der Frauenorden Österreich, Sr. Beatrix Mayrhofer, und der Vorsitzende der Superiorenkonferenz der Männerorden, Abtpräses Christian Haidinger, im Rahmen eines Pressegesprächs in Wien betont. So sei etwa bei den Steyler Missionaren in St. Gabriel bei Mödling ein ganzer Trakt des Ordenshauses für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt worden. Freilich sei es nicht immer so einfach, passende Räumlichkeiten zu finden und die notwendige Betreuung zu organisieren, so Mayrhofer.

 

In der Pfarre Horn im Waldviertel, die zum Stift Altenburg gehört, werde gerade der Pfarrhof für zwei Flüchtlingsfamilien adaptiert und ein Team von Ehrenamtlichen werde gemeinsam mit der Caritas deren Betreuung übernehmen, ergänzte Haidinger, seines Zeichens auch Altabt von Altenburg.

 

Nicht nur die Orden oder die Kirche sondern die gesamte österreichische Gesellschaft trage Verantwortung für die Flüchtlinge, unterstrich Sr. Mayrhofer. Diese Verantwortung könne nicht abgeschoben werden. Im Blick auf andere Länder, die mit hundertausenden Flüchtlingen zurechtkommen müssen, sei es ganz und gar nicht angebracht, in Österreich von einer Überforderung zu sprechen, so Sr. Mayrhofer.



Quelle: kathpress
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