Mittwoch 18. Januar 2017
11. Januar 2017

Caritas bittet um Unterstützung bei "Überlebenshilfe"

Landau: "Hilfe wird zu dramatischem Wettlauf gegen die Zeit" - Lage vor allem in Serbien dramatisch

Obdachloser, schlafend - [(c) www.BilderBox.com; Erwin Wodicka, A-4062 Breitbrunn. Tel.: +43 676 5103 678. Verwendung nur nach den AGBs: www.bilderbox.com/1agb.html. Bild honorarpflichtig! Konto DEU: Spk.Passau, BLZ 74050000, Kto.240812081 ( + and &

Die Caritas bittet um Unterstützung bei der "Überlebenshilfe" für Kälte-Opfer in Österreich und Europa. Tragisch sei die Lage vor allem in Serbien. In Belgrad kampierten zurzeit inmitten von Schnee und Eis rund 1.000 Flüchtlinge im Stadtzentrum, heißt es in einer Caritas-Aussendung am Mittwoch. "Die Hilfe wird zu einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit, bei dem wir jede Unterstützung dringend brauchen", bat Caritas-Präsident Michael Landau die Österreicher um Solidarität.

 

Insgesamt halten sich aktuell rund 7.000 Flüchtlinge in Serbien auf. Täglich kämen etwa 100 Menschen hinzu, die es über die mazedonische, bulgarische oder albanische Grenze geschafft hätten. Der Großteil von ihnen ist in staatlichen Asyl- und Transitzentren untergebracht. Die Kälte sei aber auch in den zumeist unbeheizten Zentren ein Problem. Regierung und Stadtverwaltung seien dabei, am Bahnhof ausharrende Menschen in Lager zu bringen, um zu verhindern, dass sie erfrieren. Denn in vielen Teilen Serbiens herrschten Temperaturen um die minus 28 Grad. Dramatisch stellten sich auch die hygienischen Bedingungen dar, die Caritas spricht sogar von Fällen von Fleckfieber.

 

Viele Orte seien von der Umwelt abgeschnitten, darunter die Flüchtlingslager in Presevo und Bujanovac an den Grenzen zu Mazedonien und Bulgarien. An der Grenze zu Ungarn harren laut Caritas ständig etwa 150 Menschen im Freien aus. Die serbische Regierung habe von Anfang an klargestellt, dass sie keine finanziellen Mittel für die Versorgung von Migranten zur Verfügung stellen werde. Die internationalen Geldgeber, so die Hilfsorganisation, ziehen sich seit Sommer 2016 aus der Region zurück. "Das offizielle Österreich hat vor zwei Tagen Polizisten zur Grenzsicherung nach Serbien geschickt, aber bisher noch keine humanitäre Hilfe", beklagte Landau.

 

Die Caritas Österreich stellte bisher mehr als 1,3 Millionen Euro für Nothilfeaktivitäten zur Versorgung von Flüchtlingen in Griechenland, Mazedonien, Serbien, Rumänien, Ungarn, Kroatien, Slowenien und Albanien zur Verfügung. Die Caritas Serbien versorgt, auch mit Unterstützung aus Österreich, tausende Menschen täglich mit Frühstück, heißer Suppe, Tee und Lebensmittelpaketen. Auch Winterkleidung und Decken werden verteilt.

 

(Caritas-Spendenkonto: Erste Bank IBAN AT23 2011 1000 0123 4560, Kennwort: Winternothilfe; Online-Spenden: www.caritas.at)

 

 

Quelle: kathpress

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