Freitag 24. März 2017
17. Februar 2017

"Partitur des Evangeliums leben"

Jahresbericht "Summa 2016" bringt repräsentativen Querschnitt über die Themen und Aktivitäten der heimischen Frauen- und Männerorden - Sr. Mayrhofer: Bindung verhilft Ordensleuten zu mehr Freiheit

Ordensleute schöpfen aus ihrer Bindung Freiheit des Schaffens: Das hat die Präsidentin der Österreichischen Frauenorden, Sr. Beatrix Mayrhofer, in ihrem Grußwort zum Ordens-Jahresbericht "Summa 2016" dargelegt. Christen "binden sich an den, der sich in großer Freiheit hat binden, anheften hat lassen an ein Holz, an das auch Sklaven genagelt wurden zur Strafe", sagte Österreichs ranghöchste Ordensfrau. Die "Summa" erscheint zum bisher vierten Mal, in einer Auflage von 5.000 Exemplaren. Auf 100 Seiten wird ein repräsentativer Querschnitt über die Themen und Aktivitäten der Frauen- und Männerorden in Österreich geboten.

 

Mayrhofer zog einen Vergleich zur Musik und verwies dabei auf den mexikanischen Startenor Rolando Villazon: Danach gefragt, warum er seinen Berufswunsch Priester nicht verwirklicht habe, habe er geantwortet, Armut wäre für ihn "kein Problem", beim Zölibat wäre es "ein bisschen schwieriger", aber zu machen, was ein anderer wolle, das ginge gar nicht. Mayrhofer: "Als Sänger allerdings macht der berühmte Tenor in seiner eigenen Weise das, was ihm ein anderer vorgibt: Er singt und folgt den Noten, dem Tempo, der Pause. Im Hineinfühlen in den schöpferischen Akt des Komponisten, in der Verbindung von großen Begabungen, kann dabei Neues entstehen."

 

Ähnlich würden sich auch Ordensleute darin üben, "die Partitur der frohen Botschaft zu lesen und zu leben", sagte Mayrhofer, und weiter: "Wir folgen dem Tanzlehrer der göttlichen Liebe. Arm, ehelos und im Gehorsam üben wir die Schritte der Freiheit."

 

Haidinger: Loslassen des Gewohnten

 

Auf den Dienst der Orden in Kirche und Gesellschaft verwies Abtpräses Christian Haidinger in seinem Vorwort. Die von ihm geleitete Superiorenkonferenz und die Vereinigung der Frauenorden seien auf einem "guten Weg zu einem konstruktiven Miteinander, um die einzelnen Orden in ihrem je eigenen Sendungsauftrag zu unterstützen", erklärte er. Das gemeinsame Vorgehen - seit nunmehr fünf Jahren teilen die Frauen- und Männerorden das Büro auf der Wiener Freyung - gebe viel Kraft.

 

Die Stärkung durch das Miteinander ist laut Haidinger auch deshalb notwendig, da die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft groß seien. Schließlich gelte es, "viel Gutes und Gewohntes loszulassen", während sich jedoch gleichzeitig auch neue Chancen auftäten. Zentrale Aufgabe bleibt laut dem Abtpräses, das Ordensleben "in der Vielfalt seiner Charismen in der Kirche in der Welt von heute und für die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten zeugnishaft zu leben".

 

Miteinander und Vernetzung

 

Auf das "neue Miteinander" kam auch Superiorenkonferenz-Generalsekretär P. Franz Helm zu sprechen; es sei bei den Ordensgemeinschaften und in der Kirche, jedoch auch in Österreich allgemein sowie weltweit nötig. Die Orden mit ihren vielen verschiedenen Ordenstrachten stünden dabei "für die Buntheit der Kirche und für ihr vom Glauben inspiriertes Engagement". Helm: "Durch ihre verschiedenen Charismen und ihre vielfältige spirituelle, pastorale, sozial-caritative oder missionarische Ausrichtung übersetzen Ordensleute den christlichen Glauben in viele verschiedene Wirklichkeiten hinein."

 

Außer der Zusammenarbeit ist auch Vernetzung notwendig, veranschaulichte die Generalsekretärin der Frauenorden, Sr. Cordis Feuerstein, in ihrem Beitrag: Die Frauenorden gehören etwa der Plattform der Frauenkommissionen Österreichs an, die um eine Aufwertung der Rolle der Frau in der Kirche bemüht sei und dafür u.a. mit der Bischofskonferenz und mit den Medien das Gespräch führe. Auch in der Pastoralkommission Österreichs und im Vorstand des Österreichischen Pastoralinstituts (ÖPI) brächten die Frauenorden ihre "etwas anderen Zugänge" ein, in Bankbeiräten, bei den kirchlichen Datenschutzbeauftragten sowie auch beim Opferschutz.

 

192 Orden mit 5.339 Mitgliedern

 

In den 192 heimischen Ordensgemeinschaften - davon 105 Frauen- und 87 Männerorden - leben aktuell 5.339 Ordensleute, davon 3.643 Ordensfrauen, 391 Ordensbrüder und 1.305 Ordenspriester, bilanziert die "Summa 2016". 49.941 Schülerinnen und Schüler werden an Ordensschulen unterrichtet, wobei fast alle dieser Einrichtungen - 192 der insgesamt 234 -von Frauenorden getragen werden. Die 25 Ordensspitäler Österreichs beschäftigen über 20.000 Mitarbeiter. Nennenswert sind außerdem die rund 500 Archive und Bibliotheken von Ordensgemeinschaften, die einen Gesamtbestand von 4 Millionen Büchern auf rund 30 Regalkilometern beherbergen.

 

(Weitere Infos: www.ordensgemeinschaften.at, Bestellung der "Summa 2016" unter medienbuero@ordensgemeinschaften.at)

 

 

Quelle: kathpress

16. Februar
2017
Oberösterreich

Orden würdigen scheidenden Landeshauptmann Pühringer

Schlägler Abt Felhofer in Kirchenzeitung: Pühringer auf den Spuren des Papstes - Katholische Frauenbewegung hofft auf mehr Frauen in öffentlichen Positionen unter Nachfolger Stelzer

09. Februar
2017
Papst

"Missbrauch ist eine Krankheit"

Franziskus im Gespräch mit Generaloberen: Mahnung zur sorgfältigen Auswahl von Priesterkandidaten - Orden müssen zu Zerstörung eines "weltlichen und fürstlichen Klimas in der Kirche" beitragen

05. Februar
2017
Haidinger

Orden wollen Freiräume für Gott und Menschen schaffen

Vorsitzender der Männerorden bei Geburtstagsfest zum fünfjährigen Bestehen des Begegnungszentrums "Quo Vadis" am Wiener Stephansplatz: "Türen sollen für alle Menschen offen stehen"

Fotogalerien zurück #weiter#
Bischöfe in Vorarlberg
Frühjahrsvollversammlung 2017
Bischof Scheuer im Irak
70 Jahre Kathpress
Festakt mit Promi-Faktor
Franziskus wird 80
Pressekonferenz Biko 2016
Schönborn & Bünker
Videos zurück #weiter#
image
Pressekonferenz
Bischofskonferenz 2017
image
Papst: Gebetsmeinungen
März 2017
image
Davids Harfe
Fastentuch von Lisa Huber
image
Salted Potatoes
Fastenexerzitien
image
Cultus: Aschermittwoch
Audio zurück #weiter#
Interreligiöser Dialog
Statement von Kardinal Schönborn
Fischer predigt
Ehemaliger Bundespräsident
Kardinal Schönborn
Wissenschaft und Glaube
"Wir brauchen das Ehrenamt"
Freiwilligenmesse-Initiator Walk
"Gemeinsam am Weg"
KJ-Vorsitzende zu 70 Jahre KJ
Tipps zurück #weiter#
Katholischer Gottesdienst
So., 26.3. | 09:30 | ORF 2
Radiogottesdienst
So., 26.3. | 10:00 | ÖR
Ordens-ABC
Die Ordensgemeinschaften Österreichs im Überblick
Woanders zurück #weiter#
Februar 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Jänner 2017
Die katholisch.at-Presseschau
Dezember 2016
Die katholisch.at-Presseschau
November 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Oktober 2016
Die katholisch.at-Presseschau
Blogportal
Ulrike Hofstetter | 28.12.2016

Mundgerechte Happen - schwer verdaulich

Meine Freundin Frieda hat jetzt eine neue App auf ihrem Handy. Eine Bibel App.
Paul Wuthe | 14.12.2016

Katholische Kirche Anno Domini 2016

Ökumene, Familie, Flüchtlinge, Barmherzigkeit und Kirchenreform - die großen...
Paul Wuthe | 28.11.2016

Bundespräsidentenwahl mit zwiespältigen religiösen Signalen

Keine Wahlempfehlung, aber der Versuch einer Einordnung einer...
Kalender
24.03.2017 | St. Lambrecht
Wie aus Verzweiflung Hoffnung wächst
Einkehrtage auf den Spuren des Propheten Elija mehr »
24.03.2017 | Seitenstetten
Grundkurs für OrientierungstageleiterInnen Teil II
Beim Teil II wird das Wissen aus Teil I vertieft, sowie erste Erfahrungen bei der Begleitung von... mehr »
24.03.2017 | 09:45 | St. Pölten
Gewissens- und Religionsfreiheit in der Moderne
Weitere Termine: 30. März; 31. März; 27. April und 28. AprilAn Donnerstagen: 17:00 bis 18:30... mehr »
Medienreferat der
Österreichischen
Bischofskonferenz

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien
©2017 Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz. Alle Rechte vorbehalten.
http://www.katholisch.at/
Darstellung: