Papst Benedikt XVI. in Österreich
Vom 7. bis 9. September hat Papst Benedikt XVI. Österreich besucht. Anlass wie Höhepunkt des Besuchs war das 850-Jahr-Jubiläum des Wallfahrtsortes Mariazell. Als "Pilger unter Pilgern" ist er am Samstag, 8. September, zum Gnadenbild von Mariazell gepilgert und hat dort mit über 30.000 Gläubigen einen Pilgergottesdienst gefeiert. Weitere Höhepunkte des Besuchs waren seine Visite im Stift Heiligenkreuz sowie der große Gottesdienst im Wiener Stephansdom am Sonntag, 9. September. Aktuelle Meldungen zum Papstbesuch finden Sie hier.
Am Freitag, 7. September, landete Papst Benedikt XVI. gegen Mittag in Wien-Schwechat, wo er mit dem üblichen Zeremoniell eines Staatsbesuchs von Bundespräsident Heinz Fischer empfangen wurde. Im Anschluss kam es zu einem ersten Zusammentreffen mit Gläubigen in der Wiener Innenstadt am Platz "Am Hof". Am Abend folgte eine Begegnung mit Vertretern des öffentlichen Lebens und des diplomatischen Corps in der Hofburg
Der Samstag, 8. September, gehörte dann ganz Mariazell - das an diesem Tag gefeierte Fest Maria Geburt ist das Patronatsfest des steirischen Marienortes. Aufgrund der widrigen Wetterbedingungen reiste der Papst nicht - wie ursprünglich vorgesehen - mit dem Hubschrauber an, sondern in einem Autokonvoi gemeinsam mit Bundespräsident Fischer und Kardinal Christoph Schönborn. Auf dem Vorplatz der Basilika feierte er nach einem Gebet vor der Gnadenstatue von Mariazell mit den Pilgern den Festgottesdienst. Nach einer Begegnung mit den österreichischen Bischöfen und vielen Gästen im Superiorat von Mariazell folgte am Nachmittag eine Vesper mit Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Seminaristen in der Wallfahrtsbasilika.
Am Sonntag, 9. September, feierte Papst Benedikt XVI. am Vormittag im Wiener Stephansdom die Heilige Messe. Hierzu ist er vom Erzbischöflichen Palais in der Wollzeile in einer feierlichen Prozession durch tausende Gläubige hindurch in den Dom eingezogen. Die Predigt stand dabei ganz im Zeichen der Bewahrung des Sonntags. Im Anschluß folgte um 12 Uhr ein Angelusgebet auf dem Stephansplatz. Am Nachmittag besuchte der Papst das Zisterzienserstift Heiligenkreuz. Auch hier fanden sich wieder tausende Pilger ein, die trotz Nässe und Kälte im Klosterhof ausharrten, wo Benedikt XVI. sie nach einer kurzen Andacht und Ansprache in der Stiftskirche von einem Erker aus segnete. Im Anschluß folgte ein Treffen mit Ehrenamtlichen aus Kirche und Gesellschaft im Wiener Konzerthaus, bevor Papst Benedikt XVI. am Sonntagabend von Wien-Schwechat aus wieder die Heimreise antrat. (weitere Details: Programm)
Alle Predigten und Ansprachen des Papstes gibt es ab sofort auch zum Nachhören und Download
Ausdrücklich betont wurde im Vorfeld immer wieder, dass es sich nicht um einen "Besuch der großen Zahlen", sondern um eine Pilgerfahrt handelt. Dass sich trotz des schlechten Wetters über 100.000 Menschen auf den Weg machten, um diese Pilgerfahrt gemeinsam mit Benedikt zu erleben, zeugt davon - wie es Kapellari ausdrückte -, dass Katholiken "wetterfest" sind - "in jeder Hinsicht", so der Bischof.
"Auf Christus schauen"
Das Motto des Papstbesuchs lautete "Auf Christus schauen". Damit sollte nicht nur auf ein gleichnamiges Buch des Theologen Joseph Ratzinger verwiesen werden, sondern auf den Kern des christlichen Glaubens, wie er von der auf Christus zeigenden Mariazeller Gnadenstatue versinnbildlicht wird.
Noch bevor der Besuch von offizieller vatikanischer Seite bestätigt wurde, ging die Zusage des Papstes bereits durch alle Medien - und zwar beim gemeinsamen Interview deutsprachiger Rundfunkanstalten mit Papst Benedikt XVI. im August 2006. Dort sagte der Papst auf eine Frage des Leiters der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, P. Eberhard von Gemmingen: "Es hat mir so gut gefallen dort, dass ich gesagt habe: Ja, zur Magna Mater Austriae komme ich wieder. Und das war natürlich sofort eine Zusage, die ich auch einhalten werde und gern einhalte."
Eine neunmonatige "Novene", zu der die österreichischen Bischöfe vom 8. Dezember 2006 an einluden, diente der Vorbereitung auf den Besuch des Heiligen Vaters sowie der Vorbereitung auf das Fest Mariä Geburt, dem die Mariazeller Basilika geweiht ist.
In einem gemeinsamen Hirtenwort haben die Österreichischen Bischöfe betont, dass der Besuch Papst Benedikts XVI. den "Höhepunkt des Mariazeller Jubiläumsjahres" darstellen wird. Es ist der ausdrückliche Wunsch der Bischöfe, dass bei diesem "Fest des Glaubens" die "ganze Buntheit kirchlichen Lebens in Österreich" zum Ausdruck komme. "Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee" sollen möglichst alle Pfarren vertreten sein, Priester, Diakone, Ordensgemeinschaften, Laien, sie alle sind herzlich nach Mariazell eingeladen, heißt es in dem Schreiben.













